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FAMILIE TOMASI

Eigentlich sollte Carlo Tomasi Graf werden. Doch er verzichtete freiwillig auf diesen Titel, da er lieber Mönch werden wollte. Deshalb überließ er seinem Bruder Giulio nicht nur die Grafschaft, sondern auch seine Verlobte Rosalia Traina, die ihn im Alter von 15 Jahren heiratete.

Graf Giulio Tomasi di Lampedusa war der Stadtgründer von Palma di Montechiaro: 1638 wurde der erste Stein gelegt, und zwar in der heutigen Klosterkirche.


Giulio Tomasi und Rosalia Traina hatten acht Kinder, von denen jedoch zwei bereits als Babys starben. Am Leben blieben:

*1643 Francesca („Serafica“)

*1645 Isabella („Crocifissa“)

*1647 Antonia („Maria Maddalena“)

*1649 Giuseppe (1986 heiliggesprochen, Bild links)

* 1651 Ferdinando

* 1653 Alipia („Lanceata“)

„Welche Freude, als der Vater eines Tages ein Geschenk aus Palermo schickte. Eine Kiste voller neuer, heiliger Instrumente. Die Augen der Kinder leuchteten auf, als sie den hölzernen Deckel öffneten und enge Bußgürtel fanden, gezackte Armbänder und auch Dornenkreuze, deren Stacheln man auf der Brust trug.
Ja, damit ließ es sich gut büßen.“

Die Familie war extrem religiös und unterzog sich regelmäßig Selbstgeißelungen. Giulio wurde „der heilige Graf“ genannt, da er zahlreiche soziale Einrichtungen, wie z.B. ein Krankenhaus und ein Kinderheim errichtete, sowie Unterstützungszahlungen für Arbeitslose leistete. An jedem Marien-Feiertag wurden arme Frauen in den Grafenpalast eingeladen, denen Rosalia Traina die Füße wusch, während ihre Töchter ihnen Essen servierten. Auf Wunsch von Isabella errichtete der Graf ein Kloster, in das 1659 die drei älteren Schwestern Francesca (16), Isabella (14) und Antonia (12) einzogen. Einige Jahre später folgte ihnen auch Rosalia Traina mit der jüngsten Tochter Alipia (8).

Giuseppe Maria Tomasi (Bild oben links), der Bruder von Madre Crocifissa, wurde 1986 von Papst Johannes Paul II heiliggesprochen.

Graf Giulio Tomasi di Lampedusa (links) und Gräfin Rosalia Traina (rechts), die Eltern von Madre Crocifissa, waren glühende Marien-Verehrer. Er trug sein Leben lang ein eisernes Armband mit der Inschrift „Totus tuus - Ganz dein“ und sie ritzte sich mit einem Messer den Satz „Mariae sum, noli me tangere - Ich gehöre Maria, berühre mich nicht“ ein.